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Radeln ohne Alter - Das Recht auf Wind im Haar

Fotos: NEUE ARBEIT
Bei der Verleihung des DEUTSCHEN FAHRRADPREISES 2017 in Mannheim
Foto: Dirk Michael Deckbar

Das Projekt „Radeln ohne Alter“ ist 2013 in Kopenhagen ins Leben gerufen worden und hat sich von dort über die skandinavischen Länder hinaus in Europa und Übersee verbreitet. Auch in Deutschland (www.radelnohnealter.de) gibt es „Radeln ohne Alter“ mittlerweile an vielen Standorten.

Im Projekt „Radeln ohne Alter“ werden Rikschatouren für Senioren angeboten, um Natur, Kultur und neue sowie bekannte Orte zu erfahren. Bei diesen Touren werden alle Sinne angesprochen: Blumen riechen, das Gezwitscher der Vögel hören und den Wind in den Haaren spüren. Positive Effekte in Aktivierung, Wohlbefinden und Gesundheit werden damit erreicht. Aber nicht nur für die älteren Leute, auch für die Fahrer entsteht ein Mehrwert. Die generationenübergreifenden Kommunikation, der Austausch von Erfahrungen und Geschichten sowie der Tatsache anderen – und sich selbst – etwas Gutes zu tun, steigert das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude aller Beteiligten.

 „Radeln ohne Alter“ fährt täglich von Montag bis Freitag im Vormittag Senioreneinrichtungen an, um von dort mit den Senioren die Rikschatouren zu starten. Bei den Fahrten, die immer in Kolonne stattfinden, nimmt das neu ausgebaute Essener Radwegenetz eine zentrale Rolle ein, da hier die kulturell interessante Anlaufpunkte gut zu erreichen sind und Mischverkehr vermieden werden kann.

Die Rikschatouren werden vor Fahrtantritt  durch die Mitarbeitenden und Teilnehmenden des Projektes „Radeln ohne Alter“  geplant. Dabei können natürlich auch die Wünsche von den Fahrgästen und Seniorenzentren berücksichtigt werden. Die Dauer der Touren wird mit den Senioreneinrichtungen abgesprochen. In der Regel begleitet ein Mitarbeitender der Senioreneinrichtung die Rikschatour.
In Essen wird „Radeln ohne Alter“ erstmals als Teil einer Beschäftigungsmaßnahme durchgeführt. In Kooperation mit dem JobCenter Essen werden Alg-II EmpfängerInnen als Rikschapiloten  mit 30 h/Wo. beschäftigt (1,25 €/h Mehraufwandsentschädigung, §16d SGBII). Die Teilnehmende im Projekt „Radeln ohne Alter“ werden durch eine Fachanleitung auf den Umgang mit Senioren vorbereitet und für den Fahrbetrieb vor allem unter Sicherheitsaspekten intensiv geschult. Die RikschafahrerInnen bekommen einen Einblick in die Berufsfelder der Seniorenwirtschaft sowie der Fahrradtechnik und werden durch eine pädagogische Begleitung berufsperspektivisch gecoacht. Ziel an dieser Stelle des Projektes ist es die Teilnehmenden zu befähigen, ihre vorhandenen Kompetenzen weiter zu entwickeln und nächste Schritte in Richtung der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu tätigen.

„Radeln ohne Alter" ist für die Seniorenzentren sowie die Senioren kostenfrei!

„Radeln ohne Alter“ wird in Essen mit sieben durch Elektroantrieb unterstützte Fahrzeuge durchgeführt:

Vier Rikschas, bei der die Gäste (1-2 Personen) vor dem Fahrer sitzen
Bild: christianiabikes.de
Zwei Rikschas, bei der die Gäste (1-2 Personen) hinter dem Fahrer sitzen
Bild: radkutsche.de
Eine Rikscha / Rollfiets, bei der der Gast (1 Person) vor dem Fahrer in einem Rollstuhl transportiert wird
Bild: huka.nl


Die unterschiedlichen Fahrzeuge haben den Vorteil, dass ein Angebot für unterschiedliche gesundheitliche Voraussetzungen gemacht werden kann. Das Rollfiets bietet insbesondere die Möglichkeit, den Rollstuhl auszukoppeln und stark gehbehinderte Personen auch abseits der Radtrasse zu bewegen.

Ansprechpartner:
Karsten Schwanekamp
Tel. 0201 52326210
karsten.schwanekamp@neue-arbeit-essen.de
Langemarckstraße 28
45141 Essen

Fernsehbeitrag des gemeinsamen Morgenmagazin MoMa von ARD und ZDF zu
'Radeln ohne Alter'

Deutscher Fahrradpreis 2017

Projektpartner: