qualifizieren  /  Deutschkurse 2019  /  Deutsch im Beruf

Berufsbezogene Sprachförderung

Die bundesweite berufsbezogene Deutschsprachförderung nach §45a AufenthG richtet sich an Menschen im arbeitsfähigen Alter mit Deutsch als Zweitsprache und Zugang zum Arbeitsmarkt, welche im Rahmen einer beruflichen Perspektive ihre allgemeinen und/oder berufsbezogenen Deutschkenntnisse verbessern wollen. Übergreifendes Ziel der berufsbezogenen Deutschsprachförderung ist die schnelle und nachhaltige Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt oder in weiterführende Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen durch Schaffung bzw. Erhaltung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit.

Die DeuFöV-Sprachkurse werden aus Mitteln des Bundeshaushalts finanziert (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Eine Teilnahme ist kostenfrei (Ausnahme: Beschäftigte müssen einen Kostenbeitrag in Höhe von 50% des Kostenerstattungssatzes leisten).

Die Berufssprachkurse bauen auf den Integrationssprachkursen auf. Sie dienen dem fortgeschrittenen Spracherwerb, um die Chancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu verbessern. Die Berufssprachkurse richten sich an dauerhaft in Deutschland lebende Ausländer (insbesondere auch: Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, an Unionsbürger und an deutsche Staatsangehörige, die nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen). Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die noch eine Schule besuchen, dürfen nicht teilnehmen.

Folgende Personen Gruppen haben Zugang zu den Berufssprachkursen:

Eine Integrationskursberechtigung muss ausgeschöpft sein.

  • Absolvierter Integrationskurs und/oder Deutschsprachkenntnisse auf A1, A2, B1, B2 oder C1 Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER), je nach angestrebtem Zielsprachniveau. Für einen Besuch der Kurse mit Zielsprachniveau A2 und B1 ist der vorherige Integrationskursbesuch inkl. abgelegtem Deutschtest für Zuwanderer erforderlich.
  • Personen mit Migrationshintergrund und Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung, die arbeitssuchend gemeldet sind und/oder Leistungen nach SGB II (Hartz IV) oder SGB III (Arbeitslosengeld) beziehen
  • Azubis, bzw. Ausbildungssuchende mit Migrationshintergrund und Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung
  • Personen mit Migrationshintergrund und Bedarf an sprachlicher Weiterqualifizierung, die das Anerkennungsverfahren für Ihren Berufs- bzw. Ausbildungsabschlussdurchlaufen
  • Migrationshintergrund umfasst: Zugewanderte, einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben (letzteres gilt vor allem für die Herkunftsländer Syrien, Iran, Irak und Eritrea.) Ausgeschlossen sind Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern
  • Bürgerinnen und Bürger der EU
  • Deutsche mit Migrationshintergrund

Nach erfolgreichem Abschluss der allgemein berufsbezogenen Kurse A2, B1, B2, C1 bzw. C2 (Sprachtest) erhält der Teilnehmer durch den Träger ein Zertifikat nach dem GER. Die NEUE ARBEIT der Diakonie ist Prüfungszentrum der telc gGmbH und nimmt die entsprechenden Prüfungen ab.

War die Teilnahme nicht erfolgreich, erhält der Teilnehmer eine Bescheinigung über das tatsächlich erreichte Ergebnis im Abschlusstest.

Der Fachbereich Weiterbildung und Vermittlung ist ISO 9001:2000 und AZWV zertifiziert