Jubiläum der Radstation am Hauptbahnhof und Auszeichnung der NEUE ARBEIT als "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber"

Geschäftsführer Michael Stelzner freut sich für die NEUE ARBEIT über das erhaltene Zertifikat ...

... und die damit verbundene Spende der Stadt Essen.

Stadtdirektor Hans-Jürgen Best tritt in die "Smoothie-Mix-Pedale, eine Konstruktion der Fahrradwerkstatt Freilauf zur Produktion von Smoothies über Pedalantrieb.

Der Fahrradsegen, den Altstadtpfarrer Steffen Hunder erteilte. Alle Fotos: NEUE ARBEIT

20 Jahre Radstation im Hauptbahnhof

Seit 1999 bietet die NEUE ARBEIT der Diakonie Essen allen Pendlern und Pendlerinnen, sowie den Rad fahrenden Besucher*innen der Innenstadt mit der Radstation im Hauptbahnhof Dienstleistungen rund um das Radfahren an.
Das Jubiläum wurde im Rahmen einer Feierlichkeit gleichzeitig mit der Zertifizierung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ gewürdigt.
OB Thomas Kufen Oberbürgermeister Kufen, Simone Raskob Geschäftsbereichsvorstand u. a. für das Amt für Straßen und Verkehr und das Umweltamt, Stadtdirektor Hans-Jürgen Best als Geschäftsbereichsvorstand des Amt für Stadtplanung und Bauordnung, weiterhin Vertreter des ADFC als verleihende Instanz nahmen am 20-jährigen Jubiläum der Radstation teil und gratulierten der NEUE ARBEIT zur der Auszeichnung „in Silber“.
OB Kufen betonte in seinem Grußwort, dass in Essen als "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017" und als langjähriges Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V." nachhaltige Mobilität ein zentrales Thema sei. Bei der Auszeichnung der NEUE ARBEIT gGmbH als "Fahrradfreundlichen Arbeitgeber" gratulierte er zur „erfolgreichen Arbeit an einer zukunftsorientierten innerbetrieblichen Fahrradkultur", so Kufen. "Der ADFC honoriert Ihre Leistungen mit dem Titel 'Fahrradfreundlicher Arbeitgeber'. Der Titel ist ein toller Beleg für die erfolgreichen Bemühungen zur Förderung nachhaltiger Mobilität im Unternehmen.“

Steffen Hunder als zuständiger Pfarrer für die Altstadtgemeinde, in er der HBF verortet ist, erteilte anschließend noch einen „Fahrradsegen“.

Die Auszeichnung

Seit 2017 vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die neue EU-weite Zertifizierung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Nun hat die NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH das begehrte Siegel erhalten.

Carolin Kruse, Projektleiterin beim ADFC-Bundesverband, sagt: „Die NEUE ARBEIT der Diakonie Essen hat den positiven Nutzen der Radverkehrsförderung erkannt. Die Fahrradkultur am Arbeitsplatz vereint gleich mehrere Vorteile: Sie ist modern, zukunftsorientiert und fördert die Mitarbeiterbindung sowie das Teamgefühl“, so Kruse weiter. Zugleich kann ein Arbeitgeber beim betrieblichen Gesundheits-, Umwelt- und Mobilitätsmanagement punkten, insbesondere wenn er auch Dienstrad-Angebote macht.

Was zeichnet ein fahrradfreundliches Unternehmen aus?

Pluspunkte sind beispielsweise die Teilnahme an der Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“, regelmäßige Aktionen wie „Radlerfrühstück“, individuelle Streckenberatung oder Betriebsausflüge mit dem Rad. Im Bereich Infrastruktur liegen Arbeitgeber richtig, wenn sie die ausreichend vorhandenen Fahrradparkplätze überdachen, beleuchten, barrierefrei gestalten und nah am Eingang anlegen. Umkleidemöglichkeiten und Duschen zählen ebenfalls. Im Bereich Service punkten Angebote für die Fahrradreparatur, saisonale Fahrrad-Checks oder die Anschaffung von Diensträdern. Im Bereich Koordination können Arbeitgeber mit dem Einsatz von Rädern, Lastenrädern oder Fahrradanhängern in der eigenen Logistik punkten. Beim Parkraummanagement gibt es Punkte, wenn die Alternativen gegenüber dem Pkw-Parken privilegiert werden, beispielsweise, indem Pkw-Parkplätze kostenpflichtig sind. Zertifizierungsrelevant sind auch vergünstigte Angebote für alternative Mobilitätsformen, also für ÖPNV, Bahn und Car- oder Bike-Sharing. Bei Firmen oder Einrichtungen mit Kundenbetrieb wird positiv bewertet, wenn es Fahrradparkplätze und Fahrrad-Motivationsprogramme für Kunden gibt.

Bedeutung für die Mitarbeiter-Gesundheit

Unternehmen, die den Radverkehr systematisch fördern und sich zertifizieren lassen, sind Gewinner: Sie profitieren von individuellen Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, vom Imagegewinn und davon, dass die Infrastruktur für das Fahrrad deutlich günstiger ist als für Kfz-Stellplätze. Vor allem aber gewinnen sie motivierte Mitarbeiter: Rad fahrende Arbeitnehmer haben nachweislich ein Drittel weniger Krankheitstage und sind zufriedener, ausgeglichener und produktiver als Mitarbeiter, die mit dem Auto kommen.

Info: www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de

Die Radstation
Neben der Möglichkeit, das eigene Rad bewacht zu Parken gibt es auch die Möglichkeit, kleine Reparaturen am eigenen Rad vornehmen zu lassen, oder ein Fahrrad zu mieten. Für Pendler*innen ist die Öffnungszeit an Wochentagen zwischen 5:30 Uhr und 22:30 Uhr besonders interessant. Die Radstation ist am Wochenende ab 10 Uhr geöffnet und schließt am Samstag um 18:00 Uhr und am Sonntag um 16:00 Uhr.

Die Radstation wird im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojektes betrieben.
Kooperationspartner*innen sind die Stadt Essen, das JobCenter Essen, die Deutsche Bahn AG, der ADFC und die Essener Fahrradinitiative (EFI)

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