Mit dem EnergieSparService hat das Jahr 365 Energiespartage

In Essen haben Haushalte mit geringem Einkommen dank individueller Beratung und moderner Energiespar-Technik rund 120 Euro mehr im Geldbeutel.

Essen, den 5. März 2017. Nicht nur am Internationalen Tag des Energiesparens verbraucht Familie Gertlich weniger: Im Januar letzten Jahres haben Mutter Britta und ihre beiden Kinder am Stromspar-Check teilgenommen. Dabei fand das EnergieSparService-Team zahlreiche Einsparmöglichkeiten und baute unter anderem acht LEDs, eine schaltbare Steckdosenleiste sowie Durchflussbegrenzer und einen Wasserspar-Duschkopf im Wert von 67 Euro ein. „Früher ist die Stromrechnung von Jahr zu Jahr gestiegen, doch als vor ein paar Wochen die Stromrechnung kam, konnte ich es kaum glauben“, erzählt Britta Gertlich, „wir haben tatsächlich 122,68 Euro eingespart.“

Der Stromspar-Check ist eine individuelle Beratung im Haushalt, bei dem umfassend geschulte Stromsparhelfer den Energie- und Wasserverbrauch der Haushalte vor Ort ermitteln und analysieren. In einem zweiten Haushaltsbesuch wird dann die jeweils notwendige Energiespar-Technik eingebaut. Zudem geben die Energiesparberater – selbst ehemalige Langzeitarbeitslose – in dieser Beratung auf Augenhöhe Tipps zur Nutzung sowie zum energieeffizienten Verhalten im Alltag. Viele dieser Tipps hat Familie Gertlich umgesetzt und so die Energiekosten deutlich gesenkt.

Das nächste Effizienzprojekt ist auch schon geplant: „Jetzt können wir uns eine neue Kühlgefrierkombination kaufen, und den alten Kühlschrank und uralte Gefriertruhe, die noch von meiner Mutter stammt, endlich entsorgen“, freut sich Mutter Britta. Damit könnte die Familie dann noch einmal jährlich gut 100 Euro Stromkosten einsparen, prognostiziert der Serviceberater Ralf Kulinna und gibt den Gertlichs noch einige Tipps, worauf sie beim Kauf ihres A+++-Gerätes achten sollten. Gefördert wird dies vom Bund und Land mit maximal 350 Euro.

Am EnergieSparService haben in Essen mittlerweile über 8200 Haushalte mit geringem Einkommen teilgenommen. Nicht zuletzt ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz: Seit Projektbeginn 2009 wurden insgesamt 14.500 Tonnen CO2-Emmissionen vermieden.

Von den gesunkenen Energierechnungen profitiert aber auch die Stadt Essen: Sie trägt – zusammen mit dem Bund – die Kosten der Unterkunft bei Beziehern von Arbeitslosengeld II und Grundsicherung und hat bisher 538.000 Euro eingespart.

Die Initiative des Deutschen Caritasverbands und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Regionale Unterstützer des EnergieSparService sind die Wohnungsbaugesellschaften Allbau und Vonovia und der örtlicher Energieversorger innogy.

Der Energiesparservice wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, durch den Europäischen Sozialfond NRW und arbeitet in enger Kooperation mit dem JobCenter Essen zusammen.

Weitere Informationen und Terminvereinbarungen erhalten Sie unter 0201/5232622 oder unter www.energiesparservice-essen.de.

 

 

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