NEUE ARBEIT als Klimaschutzheld in Bonn ausgezeichnet

Übergabe in Bonn im Rahmen einer Klimaschutzkonferenz

der Preis für den Kimaschutzheld 2019

Geschäftsführer Michael Stelzner erläutert die Produktionsweise von KRONENKREUZ-Produkten. Alle Fotos: NEUE ARBEIT

Die Entscheidung ist gefallen: Das Upcycling-Projekt Kronenkreuz der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen wurde über Facebook zum innogy Klimaschutzhelden 2018 gewählt. Handwerker, Künstler und Pädagogen entwickeln und fertigen gemeinsam mit arbeitslosen Menschen moderne Designprodukte und Möbel aus Recyclingmaterialien und Restwerkstoffen. Kronenkreuz ist eine Marke der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten das Schaephuysener Umweltradio und die Naturforscher aus Neuenrade.

Heute wurde Kronenkreuz auf der Klimaschutzkonferenz des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) in Bonn offiziell als Klimaschutzheld ausgezeichnet. Michael Stelzner, Geschäftsführer der NEUE ARBEIT, nahm die Auszeichnung von Bürgermeister Jelinek entgegen. innogyNews hat ihn gefragt, was sein Projekt so außergewöhnlich macht.  

 

Was bedeutet die Auszeichnung „innogy Klimaschutzheld“ für Sie?

Stelzner: Die Auszeichnung ist für mich eine Bestätigung dafür, dass wir mit einer Mischung aus ökologischen und arbeitsmarktpolitischen Ansätzen ein Projekt generiert haben, das einen gesellschaftlichen Nutzen hat.

Waren Sie überrascht, als Sie zum Klimaschutzhelden gewählt geworden sind?

Stelzner: Mehr überrascht bin ich eigentlich gewesen, als wir vorher unter mehr als 284 Klimaschutz-preisträgern als eines der drei innovativsten Projekte ausgesucht wurden und damit überhaupt erst die Möglichkeiten bekamen, bei der Wahl des Klimaschutzhelden anzutreten. Das fand ich schon überraschend und herausragend. Mit unserem außergewöhnlichen Ansatz hatten wir dann wirklich gute Chancen.

Was genau macht ihr Projekt so außergewöhnlich?

Stelzner: Mit der Produktion durch Upcycling schonen wir Ressourcen und sparen Energie, so leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz. Und ganz nebenbei werden aus Dingen, die sonst einfach auf dem Müll gelandet wären, hochwertiges Design. Das Projekt leistet aber noch mehr. Es gibt langzeitarbeitslosen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung und ermöglicht ihnen gesellschaftliche Teilhabe. Es ist eben diese Mischung, die unser Projekt außergewöhnlich macht.

KRONENKREUZ ist eine kommunale Initiative. Kann man damit in Sachen Klimaschutz überhaupt etwas bewirken in unserer globalisierten Welt?

Stelzner:  Ja, auf jeden Fall. Unser Upcycling findet auf kommunaler Ebene statt, wir arbeiten mit alten Gegenständen aus der Kommune. Die gefertigten Produkte führen wir dann aber dem Markt zu, damit bewegen wir uns schon wieder auf globaler Ebene. Ich kann den regional produzierten Hocker kaufen, anstatt ihn aus China hierher fliegen zu lassen. Nicht umsonst ist der Klimaschutz eine der wichtigsten Herausforderungen für Kommunen.
Und unser Projekt ist nur ein Beispiel. Es ist nicht immer das Große, sondern oft sind es ganz viele kleinere Bausteine, die etwas bewirken. Klimaschutz beginnt mit der Grundhaltung des Einzelnen. Fahre ich Auto oder Fahrrad? Verwende ich Alltagsgegenstände wieder oder schmeiße ich alles weg?

Welche Klimaschutzinitiative wünschen Sie sich für Ihre Stadt Essen?

Stelzner: In Sachen Klimaschutz wäre es toll, wenn man mit dem Fahrrad überall schneller ankommt als mit dem Auto. Deshalb wünsche ich mir die schnelle Fertigstellung des Radschnellweg Ruhr (RS1) – in Essen und darüber hinaus.

Alles zum Radschnellweg Ruhr lesen Sie hier.
Alles zu den Projekten des innogy Klimaschutzhelden 2018 erfahren Sie auf innogy.com
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